5 Jahre Skeptische Ökonomie

Gerade eben wurde mir von WordPress mitgeteilt, dass ich seit inzwischen genau 5 Jahren einen Blog bei ihnen habe. Da habe ich mich an meine Alma mater erinnert gefühlt, die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, die sich als 1502 gegründet versteht (Gründungsjahr der Universität Wittenberg), obwohl in Wittenberg kein regulärer Universitätsbetrieb stattfindet und die Geschichte der Uni von 1502 bis heute keineswegs stetig verläuft (Interessierten empfehle ich den Wikipedia-Eintrag zur MLU). So betreffen die 5 Jahre auch bei mir sowohl den alten englischen Blog als auch den aktuellen deutschen. Immerhin gab es bei mir keinen klaren Bruch und thematisch einen mehr oder minder fließenden Übergang zwischen den beiden – in diesem Sinne bin ich der MLU voraus. Was macht man denn so anlässlich des fünften Blog-Geburtstags? Man veröffentlicht eine Liste von Beiträgen, auf die man besonders stolz ist (steht zumindest so im Bloggen für Dummies-Guide, gleich hinter „Auf der Suche nach einem guten Titel? Suche Inspiration auf bild.de“). Also dann: Weiterlesen

GFSF: Gute Forschung, schlechte Forschung

Als ich vor ein paar Jahren den Essay „The Presumptions of Science“ von Robert L. Sinsheimer las, war ich begeistert. Da schrieb mir jemand aus der Seele: bestimmte Arten von Forschung, insbesondere die Entwicklung bestimmter Technologien, sollten unterlassen werden, weil sie absehbare negative Folgen für die Gesellschaft haben (könnten). Beispiele von Sinsheimer waren v. a. Gentechnik und Atomkraft, heutzutage wären zusätzliche Kandidaten bspw. Geo-Engineering, CCS oder synthetische Biologie. Es mag sein, dass Sinsheimer Recht hatte, dass bestimmte Arten von Forschung sich als „schlecht“ erweisen. Dennoch würde uns ein Versuch, seine Vorschläge praktisch umzusetzen – die auch immer wieder in unterschiedlichen Kontexten so ähnlich gemacht werden – vor schwer überwindbare Praktikabilitätsprobleme stellen. Weiterlesen

Und der Fortschritt schreitet fort…

Der Fortschritt ist wie eine Herde Schweine […] eine Herde Schweine, die auf dem ganzen Gehöft herumlaufen. Aus der Existenz dieser Herde ergeben sich verschiedene Vorteile. Es gibt Schinken. Es gibt Wurst, es gibt Speck, es gibt Eisbein in Aspik. Kurzum, Nutzen! Und da braucht man nicht die Nase zu rümpfen, dass alles vollgeschissen ist.

Zwerg Yarpen Zigrin in Andrzej Sapkowskis Die Dame vom See

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