Lesestoff

Eine Auswahl besonders zum Nachdenken anregender, größtenteils weniger prominenter Buchempfehlungen zu den Themen dieses Blogs (Reihenfolge innerhalb jedes Abschnitts entsprechend dem subjektiven Wert des Buchs).

Für Naturschützer:

Für Ökonomen:

Allgemein

  • Julian Reiss Philosophy of Economics (2013): ein umfassender, differenzierter, kritischer Überblick über die philosophischen Grundlagen der Ökonomie; zzt. eines der ganz wenigen Bücher zu diesem Thema.
  • Jonathan Aldred The Skeptical Economist: Revealing the Ethics Inside Economics (2009): ein umfangreicher Debunk der Behauptung, Ökonomik sei wertfrei, sowie ein Plädoyer für explizite Normativität.
  • Mark Blaug Methodology of Economics (1992): eine Einschätzung der „Wissenschaftlichkeit“ der Mainstream-Ökonomik (sowohl generell als auch mit „Anwendungsbeispielen“, wie bspw. Verteilungstheorie oder Allgemeine Gleichgewichtstheorie) mit einer guten Einführung in die Grundlagen der Wissenschaftstheorie.
  • Daniel Kahneman Thinking, Fast and Slow / Schnelles Denken, langsames Denken (2011): ein erschreckend-faszinierendes Buch über die Grenzen menschlicher Rationalität, die offensichtlich viel enger gezogen sind, als wir uns denken…

Wachstum/Umwelt

  • Fred Hirsch Social Limits to Growth (1976): inspiriert von Thorstein Veblen, zeigt Hirsch in seinem Buch, wie positionaler Wettbewerb das Wachstum antreibt und wie sich dieses Wachstum daher nicht in Steigerung der Lebenszufriedenheit niederschlagen kann.
  • Elinor Ostrom Governing the Commons: The Evolution of Institutions for Collective Action / Die Verfassung der Allmende (1991): lange Zeit galt der Grundsatz, öffentliche Umweltgüter seien nur zu schützen, indem man sie entweder privatisiert oder unter staatliche Kontrolle stellt. Ostrom zeigte, dass ein erfolgreiches Management natürlicher Ressourcen auch jenseits von Markt und Staat möglich ist.
  • Partha Dasgupta Human Well-Being and the Natural Environment (2001): Wohlfahrtsökonomik + Umweltökonomik + Entwicklungsökonomik, alles recht neoklassisch angehaucht, aber dennoch mit einer gehörigen Dosis Bodenständigkeit und Vernunft.

Handel/Entwicklung

Für am Funktionieren moderner Gesellschaften Interessierte:

Für Philosophie-affine:

  • Amartya Sen The Idea of Justice / Die Idee der Gerechtigkeit (2009): in seinem magnum opus vereint Sen die Sozialwahl-Theorie, seinen capability-Ansatz, Rawls’sche, Kant’sche und utilitaristische Ethik mit Adam Smith’ Morallehre. Das Ergebnis ist mehr als lesenswert.
  • Józef Niżnik, John T. Sanders (Hrsg.) Debating the State of Philosophy: Habermas, Rorty, Kołakowski (1996): Was ist Wahrheit? Was ist Vernunft? Woher wissen wir, was moralisch richtig ist? Eine großartige, inspirierende Debatte zwischen Titanen der modernen Philosophie.
  • John Stuart Mill On Liberty / Über die Freiheit (1859): im 19. Jahrhundert revolutionär, heutzutage weiterhin aktuell; ein mächtiges Pamphlet für individuelle Freiheit.

Und wer eher an Belletristik interessiert ist, wird hier fündig.

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2 Gedanken zu “Lesestoff

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